Zuckerfee

Zuckersüß ist bei Zuckerfee nicht nur der Name und ein Großteil der angebotenen Köstlichkeiten, sondern auch die Einrichtung mit den lila Wänden, dem goldenen Stuck, den dunklen Holzmöbeln, den Elfenfiguren und Zuckerstangen, die an Willy Wonka erinnern, dem die supernette Dame hinter dem Tresen wiederum glücklicherweise nicht gleicht! Für eine schöne Atmosphäre ist also schonmal gesorgt, aber das Tollste ist, dass es auch noch wunderbar schmeckt in diesem Café und Confiserie!
Hier ist nichts einfach nur süß, auch nichts zu süß - hier werden besondere Genüsse gezaubert, die das Herz jedes Schleckermauls höher schlagen lassen. Es gibt ein wechselndes Angebot an hervorragenden Kuchen und Torten (bei meinem Besuch gab es gerade das herrlich frische Limettentörtchen meiner Wahl, auf dem Photo oben zu bewundern und eine Stachelbeer-Frischkäsetorte), sowie Pancakes, Waffeln, French Toast und zur Krönung: ein wahnsinns warmes Erdbeer-Rhabarber Gratin mit Mandelcreme überbacken und einer Kugel Eis obendrauf!


Wir waren restlos begeistert!
Demnächst muss ich auch mal zum Frühstücken zur Zuckerfee kommen, das sah auch unheimlich lecker aus!
Außerdem gibt es hübsche Pralinen, Kekse, exklusive Schokoladen z.B. mit Veilchenblüten, Eiscreme, Smoothie-Eis, das ähnlich aussieht wie Softeis und aus einer interessanten Maschine kommt.
Wem der Sinn mehr nach etwas Herzhaftem steht, wird hier ebenfalls einiges geboten: Suppen, Salate, Omelettes und gefüllte Brottaschen, sowie ein warmes Hauptgericht zieren die Karte.
Und auch bei den Getränken wird hohe Qualität und Ausgewähltes geboten und mit viel Sachverstand zubereitet und ebenso wie bei den Speisen nicht an der Portionsgröße gegeizt. Soviel Liebe zum Detail, zu hochwertigen, saisonalen Zutaten und ungewöhnlichen Ideen machen mich ganz euphorisch und die Zuckerfee zu meinem neuen Lieblingscafé!
Wer kann da noch widerstehen? Nichts wie hin und verzaubern lassen von der Zuckerfee!

Zuckerfee
Greifenhagener Straße 15
Berlin-Prenzlauer Berg [click to see map]


Tel: 030 / 52686144

U + S und Tram M1 Schönhauser Allee

Achja, und der Soundtrack zum Artikel ist heute ja leicht zu eraten ;)

Rosa Caleta

Mein neuer Stern am karibischen Himmel der Berliner Restaurant-landschaft! Das Rosa Caleta funkelt nicht nur, es strahlt geradezu mit seiner jamaikanisch-europäischen Fusion Cuisine! Bei den beiden aus Jamaika stammenden Chefs scheint das löbliche Motto zu gelten: gekocht wird was gefällt! Und das gefällt auch mir, denn so landen auf dem Teller jamaikanische Gewürze neben saisonalem Gemüse und europäischen Zubereitungsweisen.
Die Karte ändert sich ständig, so dass es immer wieder etwas neues zu entdecken gibt und Frische garantiert ist.
Und wer sich, wie ich, zwischen den Leckereien nicht so recht entscheiden kann, der kann die Wahl auch vertrauensvoll ganz dem Koch überlassen: ein vegetarisches Überraschungshauptgericht für 8,50 € bestand am Abend meines Besuches aus einem cremigen Okra-Gemüse-Kichererbsen-Curry auf einem feinen Crêpe an Zucchini-Rohkost mit fruchtigem Himbeerdressing und gebratener Kochbanane. Besonders köstlich wird all das, wenn man es mit den hausgemachten Würzölen /-saucen noch bereichert. Besonders die typisch jamaikanische Jerksauce und das Öl mit den unverwechselbaren Scotch Bonnet Peppers hatten es in sich und mir angetan. Sie verliehen den Gerichten noch den Kick, das Spezielle, das sie endgültig abhebt von allem bisher in Berlin dagewesenen.

Die Krönung, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte, bieten dann noch die Desserts. Wir haben probiert: die mächtige Schokodröhnung Lil Hos, den köstlichen Apfel-Rumkuchen und das Gedicht von einem Süßkartoffelkuchen, der absolute Gewinner des Abends!


Bei Rosa Caleta wird wirklich eine hier einzigartige Mischung geboten: hübsch eingedeckt mit weißem Tischdecken und schönen Weingläser, sehr höfliche Bedienung, super relaxt-freundliche Chefs, die für jeden Tisch ein nettes Wort übrig haben, wechselnde Kunstausstellungen an den Wänden, gute (nicht notgedrungen jamaikanische) Musik und eine Karte, die Gaumenfreuden der Karibik und Europas ganz modern vereint, ohne sich dabei schalen, vermeintlich deutschen Geschmacksvorlieben zu beugen und das alles zu angemessenen Preisen.

Auch die Zitty hat schon über Rosa Caleta sehr wohlwollend geschrieben und klärt die Herkunft des ungewöhnlichen Restaurantnamens auf: er ist ebenfalls eine Fusion, und zwar aus den Vornamen der beiden Omas der Chefs.
Bei Oma schmeckt's halt doch am besten - schön, dass die Inspiration der beiden jamaikanischen Großmütter bis hier nach Berlin wirkt! Danke Rosa und Caleta!

Rosa Caleta
Muskauer Str. 9
Berlin-Kreuzberg [click here to see map]

U1 Görlitzer Bahnhof

Tel: 030-69537859
geöffnet: Di-So von 11 - 16 Uhr und von 19 - 23:30 Uhr.

Yumcha Heroes

Erst seit wenigen Wochen hat das Yumcha Heroes im Weinbergsweg geöffnet und schon scheint es Fans gefunden zu haben. Jedenfalls sieht man nun immer im stylish-schlichten Interieur (oder draußen auf dem Holzdeck) strahlende Gäste vor dampfenden Bambusbehältern sitzen. Kein Wunder, denn in den Bambuskörbchen locken je vier himmlische chinesische Teigtaschen, frisch von Hand zubereitet und mit allerlei Köstlichem gefüllt und gedämpft. Auch herrliche Frühlingsrollen, die mit den altbekannten aus der Tiefkühltruhe nur den Namen gemeinsam haben, werden frisch gefüllt mit Gemüse, Reisnudeln, verschiedenen feinen Sprossen und Pinienkernen und mit reichlich Ingwer serviert.

Sowohl die Teigtaschen, als auch die Rollen gibt es auch als gebratene Variante und sie werden immer mit einem sehr gut abgestimmten Saucentrio gereicht: einer süßlichen Pflaumensauce, einer scharfen Chilisauce und einer sauren Reisessig-Sojasauce. Letztere ist der Klassiker und mein Favorit zu den Teigtaschen, während die Frühlingsrollen super mit der Chilisauce harmonierten.
Es gibt leider nur eine vegetarische Variante der Teigtaschen, aber diese sind dafür solche Geschmacksbömbchen, dass es mich nach gar nichts anderem verlangt. Da machen die Köche hinter der großen pinken Glasscheibe ihrem Titel als Yumcha Heroes alle Ehre - wirklich heldenhaft!

Dies alles sind typische kleine Gerichte, wie sie in China gerne zum Tee gereicht werden. Und Tee gibt es hier natürlich auch in einer schönen Auswahl. Vor allem die Blütengrüntees, deren "Knospen" sich im Glas öffnen sind nicht nur sehr hübsch anzusehen, sondern auch lecker! Im Grunde sind es die attraktiven Versionen von Jasmin- und Chrysamthementees... sie kommen schon gezuckert, das wäre nicht nötig und sollte dem Gast selbst überlassen werden, finde ich.
Außerdem sind sie leider ganz schön teuer: mit übertriebenen 4,20 Eur pro Glas kosten die Tees beinahe soviel wie eine Portion Teigtaschen (4,50 - 5,50 Eur). Auch die anderen Getränke sind alles andere als günstig, was ich ein bisschen ärgerlich finde.
Wie auch immer, der Service war sehr gut, freundlich und aufmerksam und die kleinen Gerichte haben absolut überzeugt: sie machen Spaß und sind was für Gaumen und Auge! Ich werde nächstes Mal lieber eine weitere Portion Teigtaschen nehmen oder einen Nachtisch und dafür das Getränk weglassen. Einen Blütentee kann ich mir auch zuhause machen (die Blüten dafür gibt es in asiatischen Lebensmittelläden) und dann auch ungesüßt trinken, wie ich das bei Grüntees generell mache.
Oder ich gehe hinterher nebenan einen Galão trinken, so leckeren Kaffee bekomme ich daheim nämlich nicht hin.

Hier noch zur Einstimmung der yummy Soundtrack zum Artikel ;) [click!]


Yumcha Heroes
Weinbergsweg 8
Berlin-Mitte [click here to see map]


Tel: +49/30/76213035

U8 und Tram M1 : Rosenthaler Platz

A Magica

Vor einiger Zeit wurde mir schwer begeistert berichtet, dass es seit kurzem unweit meiner alltäglichen Trampelpfade die beste Pizza weit und breit geben soll. Das weckte bei mir natürlich die Neugierde auf "A Magica"! Nach einem gescheiterten Versuch am Nachmittag (die Pizzeria öffnet erst um 16 Uhr), kam ich beim zweiten Anlauf dann tatsächlich in den Genuss einer ungemein leckeren Pizza. Ruckzuck vor den Augen der Gäste geknetet, belegt und direkt aus dem großen Steinofen serviert - so muss das sein!
Das Besondere bei A Magica sind die guten, frischen und ungewöhnlichen Zutaten. Der Teig ist schön dünn und kross, ohne hart zu sein und die "magische" Anziehungskraft rührt von dem her, was auf dem Teig dargeboten wird. Da findet sich eine herrlich fruchtige Tomatensauce, simpel und gerade darum so fein. Desweiteren natürlich guter Käse, und eine Reihe an Köstlichkeiten, die man sonst nicht unbedingt auf einer Pizza vermutet - sich aber ernsthaft fragen sollte, warum eigentlich nicht?! Denn nach dem ersten Bissen meiner Pizza mit Minzpesto, will ich diesen frischen, aromatischen Geschmack nicht mehr missen. Außerdem trugen feine, vorgegrillte Auberginenstreifen, süße Kirschtomaten und würziger Peccorino zum Genuss bei - sehr gelungen!
Interessant klangen auch die Varianten mit Kichererbsencreme, das ist bestimmt auch einen Versuch wert.
Die Pizza war ordentlich groß, was ich aber beim Preis von ca 7 Eur ehrlichgesagt auch erwartet und erhofft habe.
Das Tiramisu soll auch ganz toll sein, wird beim nächsten Besuch gekostet.
Wir wurden sehr nett bedient und auch die Pizzateigjonglage war ziemlich entertaining.
Kinderfreundlich ist man im A Magica auch, kleine Gäste, denen es offensichtlich langweilig war, wurden mit einem Stück Teig bei Laune gehalten, dass sie selbst kneten durften und das dann als waghalsig-künstlerische Teigskulptur in den Ofen wanderte, um nachher von allen Seiten bewundert zu werden ;)
Bei dem schönen Wetter, das ja zum Glück momentan herrscht (toi toi toi), kann man auch draußen, direkt gegenüber der Gethsemane Kirche sitzen.

Ein Besuch bei den Pizza-Zauberern lohnt sich also allemal, Gaumenfreuden und nette Atmosphäre garantiert.

A Magica
Greifenhagener Str. 54
Berlin - Prenzlauer Berg [click for map]

Tel. 030/22808290
geöffnet: täglich 16-24 Uhr (Okt bis März nur bis 22Uhr)

Ya-Man

Unsereins verschlägt es ja eher selten nach Moabit, umso interessanter ist es also mal einen kulinarischen Ausflug in die Gotzkowskystr zu machen. An Restaurants mangelt es dort ja nicht, allerdings stand diesmal von vornherein fest: heute wird sich ein jamaikanisches Mittagessen im Ya-Man gegönnt! Praktischerweise kann man direkt aus dem 106er Bus heraus in das in jamaikanischen Nationalfarben gehaltene Restaurant hineinstolpern. Die beiden großen Fahnen weisen stilecht den Weg.
Das Essensangebot steht drinnen auf einer großen Tafel, wegen des großen Andrangs zur Mittagszeit war zwar schon nicht mehr alles verfügbar, aber die Auswahl war immer noch groß genug.
Nur vegetarische Speisen gibt es leider nicht allzu viele, vorallem wenn man die Gerichte mit Fisch von der vegetarischen Karte abzieht, wo sie in meinen Augen nicht wirklich hingehören.
Die von mir bestellte Gemüsepfanne mit den Klassikern der karibischen Küche: Rice&Beans, Plantain (Kochbanane) und Dumpling war eine ordentlich große Portion, schmeckte nicht schlecht, aber auch nicht aufregend. Zum Glück gibt es im Ya-Man eine sehr feine, würzige Hotsauce, die in der karibischen Küche nicht fehlen darf! Mit dieser ließ sich das ansonsten etwas unmotiviert wirkende Gemüse super aufpeppen.
Der Reis mit Bohnen, die fritierte Kochbanane, die Rosmarinkartoffel, der Salat mit lila (!) Dressing - all das war lecker und authentisch. Der Dumpling allerdings war leider beinahe zum Stein fritiert - so hart und trocken, dass schneiden nicht möglich war und ich ihn in die Hand nehmen und abbeissen musste, um ihn zu probieren. Schade, sonst war er lecker! Ein bisschen wie ein ungezuckerter Fasnachtskrapfen.
Richtig super fand ich die hausgemachte Limonade, undefinierbar zwar (Ingwer und...?), aber schön erfrischend, nicht zu süß und mal eine ganz neue Geschmacksrichtung.
Ein andermal will ich gerne noch den Süßkartoffelkuchen probieren, der als Dessert angeboten wurde. Diesmal hat dafür die Zeit nicht gereicht, da wir ziemlich lange auf unser Essen warten mussten, was meine reizende Begleitung ob des bedrohlich nahenden Endes ihrer Mittagspause etwas ins Schwitzen brachte.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass hier im Ya-Man für Fleisch- und Fischesser die interessanteren Gerichte (von Jerk Chicken, bis zu Ackee & Saltfish)zur Auswahl stehen, während man für Vegetarier eher Verlegenheitslösungen parat hält. Schade, bei einem Laden, der mit Soul Food wirbt... Aber nein, das klingt jetzt zu negativ - das Essen war ja gar nicht schlecht und ich will auch mal wieder hin und möchte es hier auch weiterempfehlen!
Bedient wurden wir jedenfalls sehr freundlich und es ist wirklich ein sympathisches, buntes, kleines Lokal.
Es hat schon was von einem Mini-Urlaub, wenn man im Ya-Man einkehrt. Wäre vor der Tür Sonne und Meer, anstatt der Gotzkowskystr, und Sand zwischen meinen Zehen - wahrscheinlich hätte ich gar nichts auszusetzen gehabt ;)

Ya-man
Gotzkowskystr. 17
Berlin-Moabit [click for map!]

Mo-Fr: 9-21 Uhr, Sa: 15-24 Uhr, So: 12-21 Uhr
Tel. 389 089 17

Und als Soundtrack zum Artikel was von meiner Lieblingssängerin, hihi..